
3 Methoden
∑
∑
∈
∈
⋅−
=
Thkl
obs
Thkl
calcobs
free
hklF
hklFkhklF
R
)(
)()(
Gleichung 3.6
│F
obs
(hkl)│:
Strukturfaktoramplitude aus den
Messdaten
│F
calc
(hkl)│: Berechnete Strukturfaktoramplitude des
Modells
k: Auflösungsabhängiger Skalierungsfaktor
R
cryst
ist hierbei ein Maß für die Übereinstimmung des Strukturmodells mit den
Messwerten. R
free
wird analog berechnet, jedoch ohne Einbeziehung eines zufällig
ausgewählten Testdatensatzes von 5 % der Reflexe, der nur zur Validierung des
Modells verwendet wird (129).
Darüber hinaus wurden in Coot die Bindungswinkel und -längen, die Rotamere
der Seitenketten im Vergleich zu Standardwerten und die Ramachandran-
Torsionswinkel überprüft. Ein dreidimensionaler Vergleich von Proteinstrukturen
wurde mittels des Programms DALI durchgeführt (90, 91).
3.6.6 Strukturdarstellung
Für die Erstellung von Abbildungen der Strukturmodelle wurde das
Grafikprogramm PyMOL verwendet. Um auch Elektronendichte anzeigen zu können,
wurde mit REFMAC eine entsprechende Datei im mtz-Format erstellt, diese in
PyMOL eingelesen und so modifiziert, dass nur der für die Abbildung relevante Teil
zu sehen war.
3.7 Elektronenmikroskopische Einzelpartikelmessung
3.7.1 Probenvorbereitung
Sämtliche elektronenmikroskopische Untersuchungen wurden von Frau Dr. Dilem
Hizlan, Frau Dr. Janet Vonck und Frau Ming Yang am Max-Planck-Institut für
Biophysik in Frankfurt durchgeführt.
Beim Verfahren mit Negativfärbung wurde die auf ein Trägernetz aufgetragene
Probe des Mtr-Komplexes (MtrA-H) mit 1 % Uranylacetat als Kontrastmittel versetzt
und luftgetrocknet. Das Kontrastmittel bildet um die Probenpartikel eine amorphe,
vom Elektronenstrahl nicht durchdringbare Schicht, sodass die Partikel in der
elektronenmikroskopischen Untersuchung hell vor dunklem Hintergrund erscheinen.
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