
3 Methoden
beobachteten Strukturfaktoren aus den Messdaten F
obs
ermöglichen die Erstellung
von Elektronendichtekarten.
3.6.4 Modellbau und Verfeinerung
Zum Modellbau wurde in dieser Arbeit das Grafikprogramm Coot benutzt (89), bei
dem anhand des Vergleichs der (2F
obs
– F
calc
)-Elektronendichtekarte, die eine
Hüllfunktion des Modells darstellt, mit der Differenz-Fourierkarte (F
obs
– F
calc
), die die
Unterschiede zwischen dem Modell und den gemessenen Daten anzeigt, eine
manuelle Anpassung des zuvor erstellten groben Modells vorgenommen wurde. Das
neue, verbesserte Modell floss dann in die Verfeinerung mit dem Programm
REFMAC ein (128), bei dem mittels Minimierung der Atomkoordinaten und des B-
Faktors sowie durch die Einführung von NCS-restraints eine neue
Elektronendichtekarte berechnet wurde, welcher wiederum im nächsten Schritt in
Coot das Modell angepasst wurde. In mehreren Durchgängen wurde sich so Schritt
für Schritt der tatsächlich vorliegenden Struktur angenähert.
Für die Substrate Methylen-H
4
MPT und Methenyl-H
4
MPT
+
sowie das Cosubstrat
F
420
wurden zunächst separat mit dem Programm PRODRG Modelle berechnet und
manuell angeglichen (97). Diese wurden sodann in Coot in die Differenz-
Fourierkarten modelliert und ebenfalls der schrittweisen Verfeinerung mittels
REFMAC und Coot unterzogen.
3.6.5 Validierung von Proteinstrukturen
Um den Fortschritt der Verfeinerung und die Qualität der vorliegenden Struktur zu
beurteilen, wurden die in REFMAC angegebenen R-Faktoren beobachtet (siehe
Gleichung 3.5 und 3.6).
∑
∑
⋅−
=
hkl
obs
hkl
calcobs
cryst
hklF
hklFkhklF
R
)(
)()(
Gleichung 3.5
49
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