MTD 243-670 Bedienungsanleitung Seite 74

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die Synthese des DMSe nach Selenitzugabe bei M. barkeri beobachtet (Michalke et
al., 2000).
Wenn das DMSe nun als Selenquelle erschlossen werden soll, dann müssten die
Methylgruppen entfernt werden, um das Selen zur Biosynthese des
Selenophosphats als Selenwasserstoff für die Selenophosphat-Synthetase zur
Verfügung zu stellen (Veres et al., 1994).
Die Regulation der Transkription der Gene sdmA, sdmB und sdmC
In der Northern-Blot-Analyse wurde gezeigt, dass das Gen sdmA nur unter
Selenlimitierung exprimiert wird. Ferner konnten in der Umgebung des
Transkriptionsstarts keine Elemente identifiziert werden, die in den selenfreien
Hydrogenasen für die positive und negative Regulation verantwortlich sind (Noll et
al., 1999). Es ist daher nicht wahrscheinlich, dass das Gen sdmA demselben
Regulon angehört, wie die Gene der selenfreien Hydrogenasen Frc und Vhc.
Durch eine weitere Northern-Blot-Analyse wurde festgestellt, dass die Sonden der
Gene sdmA, sdmB und sdmC jeweils zu einem Signal derselben Größe führen. Die
Länge des so gefundenen Transkripts lag bei ca. 3 500 Nukleotiden. Es kann daher
angenommen werden, dass diese Gene zusammen auf einem polycistronischen
Messenger liegen. Unterstützt wird die Annahme durch die Kartierung eines
möglichen Transkritptionsstartpunkts (Wich et al., 1986), so dass das Transkript die
Gene sdmA, sdmB und sdmC überdecken würde. Das Gen stromabwärts von sdmC
liegt wahrscheinlich nicht mehr auf diesem Transkript, da es in der Northern-Blot-
Analyse nicht detektiert wurde. Stromaufwärts des Transkriptionsstartpunktes wurde
eine mögliche TATA-Box (Reiter et al., 1990) identifiziert.
Polycistronische Messenger finden sich häufig in Archaea. In M. voltae ist
beispielsweise auch bei Flagellin-Genen eine gemeinsame Transkription festgestellt
worden (Thomas & Jarrell, 2001). In einer Northern-Blot-Analyse zeigte dort eine
Sonde gegen das erste Gen der Transkriptionseinheit ein ähnliches Bandenmuster
wie in dieser Arbeit die Sonde I, welche gegen das Gen sdmA gerichtet war. Die
Autoren nahmen an, dass eine poly-T-Sequenz am Ende der ersten beiden Flagellin-
Genen eine unvollständige Termination des Transkripts bewirkt. Durch ein Überlesen
dieser Stelle könnte ein zweites und längeres Transkript entstehen. Beispielsweise
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