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in der Wachstumsrate (5.12) wie der Stamm V1 verhielt, so als würde das Gen sdmC
exprimiert. Daher lag die Vermutung nahe, dass das Gen sdmC unter der Kontrolle
eines zweiten separaten Promotors steht, der zwischen sdmB und sdmC liegen
müsste. Unter dieser Annahme wäre die mRNA von sdmC im Deletionsstamm
V1∆sdmB bei Selenmangel mittels einer RT-PCR nachweisbar.
Mit dem Primer RTmetIIB wurde mittels einer reversen Transkription ein DNA-
Gegenstrang zur mRNA des Gens sdmC synthetisiert. Die dafür verwendete
Gesamt-RNA wurde aus dem Stamm V1
∆
sdmB präpariert. Das Transkript von sdmC
wurde dann durch die Amplifikation eines ca. 400 bp großen Fragments über die
Oligonukleotide RTmetIIfw und RTmetIIrv am Gegenstrang nachgewiesen (Abb. 19A,
Spur 2 und 4). Die Bindestellen der Oligonukleotide sind schematisch im oberen Teil
der Abb. 19A dargestellt. Das Produkt wurde nicht erhalten, wenn die Amplifikation
vor der reversen Transkription durchgeführt wurde (Abb. 19A, Spur 3 und 5). Wurde
als Positivkontrolle eine PCR mit den Oligonukleotiden an der chromosomalen DNA
aus dem Stamm V1
∆
sdmB durchgeführt, dann wurde das Fragment ebenfalls
nachgewiesen (Abb. 19A, Spur 6). Die Oligonukleotide, jeweils einzeln in der PCR
eingesetzt, erzeugten kein Signal (Abb. 19A, Spuren 6, 7 und 8).
Die Anwesenheit der mRNA von sdmC im Stamm V1
∆
sdmB ließe sich auch erklären,
wenn der eingefügte Terminator des Gens pacN ein Überlesen der Polymerase
zuließe. Dies wurde ebenfalls über eine RT-PCR überprüft. Die mRNA sollte sich
dann von pacN über das Gen sdmC erstrecken. Mit dem Primer RTmetIIB wurde ein
DNA-Gegenstrang zur mRNA von sdmC aus einem Gesamt-RNA-Extrakt aus dem
Stamm V1∆sdmB synthetisiert. Bei anschließender Amplifikation mit den
Oligonukleotiden RTpac und RTmetIrvB wurde jedoch das erwartete ca. 850 bp
große Fragment nicht erhalten (Abb. 19B, Spuren 2 u. 4). Eine PCR war nur an der
chromosomalen DNA erfolgreich (Abb. 19B, Spur 6). Ein Überlesen des Terminators
wurde somit ausgeschlossen und angenommen, dass sich zwischen den Genen
sdmB und sdmC ein zweiter separater Promotor des Gens sdmC befindet. Zur
Übersichtlichkeit sind die Bindestellen der Oligonukleotide im oberen Teil der
Abb. 19B schematisch dargestellt.
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